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Es wird Zeit.

Letztens wurde ich durch ein Kommentar auf meinem Blog nocheinmal daran erinnert zu schreiben!! Grade hab ich den letzten Eintrag gelesen... schon dumm von mir zu schreiben, dass man in den nächsten Tagen sicherlich wieder mehr von mir hört, wenn es nicht so ist. Aber "damals" war ich noch so frisch in der Klinik und die Zeit war immer sehr vollgeplant!!! Damals waren es knapp 11Wochen, am Ende waren es 8Monate als ich entlassen wurde. Leider, ich wäre gerne nochmal so lange geblieben... die Zeit ging so schnell vorbei und ich hab mich sooooo wohl gefühlt. ich bin eigentlich ununterbrochen traurig darüber, dass es "vorbei" ist...

Nunja, ich stell mich vielleicht auch ein bisschen sehr an... ich bin nämlich direkt in's BeWo (betreute Wohnen) gegenüber gezogen. Seit dem 01.09. wohne ich also hier. Aber (so richtig) wohl fühle ich mich nicht! mir geht's ziemlich ... "nicht-gut". Die Stimmung schwankt sehr stark, zwischen alles Extremen, allen Gefühlen etc., ein riesen Chaos einfach.

ich steh so oft am Fenster und guck rüber in die Klinik, wen ich grade von den Therapeuten wohl sehen könnte. Hm...              Es ist einfach so viel passiert in der Zeit dort, dass ich gar nicht weiß, ob ich das alles aufzählen soll, oder ob das zu viel wäre und ich es vielleicht nach und nach (nach Nötigkeit) einfüge??

Aber ich glaube um die Einträge besser zu verstehen, schreib ich einfach mal ein paar Dingen, die mir so in den Kopf kommen!

Ja, als ich das letzte und erste Mal aus der Klinik geschrieben habe, war ich grade mal 11Wochen da bzw hier in M****** und jetzt bin ich schon fast 11 Monate hier!!! Schon krass.

Wie gesagt, anfangs war ich in der Essgruppe. Ein sehr gutes Konzept muss ich sagen Ganz toll und hilfreich. Jeder hatte seinen festen Plan - es gibt feste Esspläne, die in 250er Kalorienschritten gesteigert werden. Angefangen bei 750kcal, bis hin zu 4500kcal. Schon ne Menge, die man da in sich schaufeln muss... aber durch das System, den Mengenangaben etc. ist das auch im Alltag später (zu Hause oder was auch immer kommt nach dem Aufenthalt), find ich echt gut zu übernehmen!! Besser als in B.O.) :-P  Dann bekam ich wie gesagt nach und nach freie  Mahlzeiten und kam ins DBT-Programm. Wo ich dann den Rest der Zeit war. Zum Glück. ich fand's eifach super.                       Die verschiedenen Gruppentherapien fand ich ganz gut... aber was natürlich auch so viel ausmacht, warum ich die Klinik nicht verlassen wollte ist, dass ich alle soooooo ins Herz geschlossen habe. Die Therapeuten, einfach alle. Und ich hab viele tolle Leute kennen gelernt! Ein paar sind zum Glück auch hier nach M****** gezogen. Ein kleiner Halt!!                                        In der Essgruppe gibt's immer 2Krankenschwestern (die auch schon Therapeuten sind, eigentlich:-)) und 2 "Essgruppentherapeuten", die wechseln aber immer nach ein paar Monaten! Als ich am 04.01. ankam, kamen auch Hr. D. und Fr. S. neu als Therapeuten. ich mag beide. Mit Hr. D. hab ich eine  sehr gute "Beziehung" aufgebaut. Er hat viiiieel, viel von mir mitbekommen und es gab zahlreiche Gespräche, die mir sehr sehr gut taten und noch immer gut tun! Es ist schon manchmal echt hilfreich zu wissen, dass drüben jemand oder mehrere da sind! ich weiß nicht was ich sonst manchmal machen würde... *sfz*

Ach Mann, warum muss das alles so schwer sein?! Und andrerseits will ich ja auch wieder nicht, dass es leicht wird. Immer diese Ambivalenzen - ich will dass es mir besser geht (wenn die Verzweiflung, Hilflosigkeit, Einsamkeit, Depressivität & alles zusammen so stark ist) oder ich will auf keinen Fall, dass es besser wird!!! Der Gedanke daran, "gesund zu sein" oder dass es mir besser geht macht schon sooo große Angst!

Ja, die Zeit in der Klinik (abgesehen von der Tatsache, dass ich sooo gerne da bin und den ganzen Menschen dort) war echt anstrengend und hart. Im Mai gab's eine dieser Phasen, die ganz extrem brenzlig waren - ein kleiner Ausflug auf die Geschlossene in eine Psychiatrie war die "Folge"... da die Klinik ja keine Psychiatrie oder geschlossene Einrichtung ist, sondern viele Freiheiten gibt! Ausgerechnet an einem Feiertag fing alles an - die arme Frau K****, die an dem Tag Dienst hatte und sich echt extrem um mich gesorgt hat.... *tut mir leid*                    

So, jetzt denke ich ist's genug und ich hab auch keine Ahnung was ich noch schreiben soll, was besser nicht, weil's zu verwirrend ist oder nicht - ihr merkt schon ;-)                                           Was ich aber noch unbedingt zur Klinik sagen muss: ich hatte eine der Tollsten Einzeltherapeutinnen: Fr.v.R.!!! Danke für alles   Die habe ich jetzt auch noch ambulant weiterhin in Therapie - 1x die Woche! In der Klinik hatte man täglich ET!!!

Da ich mich in der Fahrschule angemeldet habe, muss ich noch einen 1.Hilfe-Kurs machen. Und weil ich nächstes Wochenende nach Hause fahre, hab ich mir eigentlich vorgenommen morgen einen zu machen - dann hätte ich's hinter mir und ich brauch ihn ja einfach. Aber ich hab auch Angst, ich kenne ja keinen und fremde Menschen sind für mich sehr schwer... da gehn meine Gedanken wiedermal durch. ich bin ja schließlich dümmer als alle und alle denken schlecht über mich und werden mich auslachen etc., etc.! Dazu kommt noch, dass das 6 Stunden dauert und das für mich eine Qual sein wird. ich kann mich doch niemals solange konzentrieren und dabei bleiben ... befürchte Schlimmes! Mal sehn, werd morgen Abend berichten ob ich da war oder nicht!
Jetzt aber erstmal noch einen schönen Abend, evtl viel Spaß beim Feiern
  UND                                                            Gute Nacht.                                                                                                   Liebe Grüße

5.11.10 22:14

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